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Dachformen

Die richtige Dachform für das Massivhaus finden

Viele Bauherren wählen die Dachform Ihres Massivhauses vor allem nach optischen Aspekten. Für die Wahl des richtigen Dachs sollten jedoch auch andere Faktoren berücksichtigt werden. So ist die Dachform eines Hauses beispielsweise für den Erwerb einer Baugenehmigung und die Energieeffizienz des Hauses wichtig.

Welche Dachformen sind erlaubt?

Über den Bebauungsplan wird vom örtlichen Bauamt das Erscheinungsbild einer Region festgelegt, wobei nicht alle Dachformen genehmigt werden. Allgemein wird gefordert, dass sich Bauherren bei der Wahl des Daches am Stadtbild orientieren. Verfügen die Häuser in unmittelbarer Nähe beispielsweise vorwiegend über Schrägdächer, ist es oftmals schwierig eine Genehmigung für ein Flachdach zu erhalten.

Die Vorgaben beziehen sich nicht nur auf die Form, sondern auch auf andere Details, wie zum Beispiel die Farbe des Daches. Wenn ein besonderes Erscheinungsbild gewünscht ist, sollte man in Betracht ziehen sein Massivhaus in dünner besiedelten Außenbereichen oder auch am Stadtrand zu bauen. Hier sind die Bebauungspläne weniger strikt als im Kern der Stadt und erlauben mehr Spielraum für die individuelle Gestaltung.

Satteldach

Dachformen und Energieeffizienz

Ein Aspekt, der bei der Wahl der Dachform oft vernachlässigt wird, ist die Auswirkung auf die Energieeffizienz des Hauses. Die Wärmedämmung des Dachs beeinflusst die energetische Bilanz und ist oft der Grund für unnötige Wärmeverluste. Der Flächenzuwachs ist hier entscheidend. Ein Flachdach ist besonders einfach zu dämmen, bei einem Satteldach, Walmdach, Zeltdach oder Mansarddach ist für eine gute Wärmeisolierung mehr Aufwand nötig. Wenn der Einsatz von Photovoltaikanlagen geplant ist, wird ein Dach mit Neigung benötigt. Hier entscheidet vor allem die richtige Ausrichtung des Daches über die Effizienz der Anlage.

Flachdach

Wohnfläche und Ausbau

Gerade bei größeren Häusern bietet das Dachgeschoss nicht nur zusätzlichen Stauraum, sondern auch die Möglichkeit eines Ausbaus. Hier entscheidet die Dachform natürlich darüber, wie viel Platz zur Verfügung steht. Das beliebte Flachdach bietet zwar Vorteile bei der Wärmeisolierung, aber man verliert durch das fehlende Dachgeschoss auch mögliche Wohnfläche. Schrägdächer sind gut für einen Ausbau geeignet, wobei die Neigung über den verfügbaren Raum entscheidet. Ein Mansarddach ist wie für einen Ausbau geschaffen und bietet viel zusätzlichen Platz.

Mansarddach

Alle Dachformen in der Übersicht

Flachdach, Pultdach, Walmdach, Satteldach, Zeltdach, Mansarddach - kennen Sie den Unterschied? Wir haben einer Übersicht zu den wichtigsten Dachformen für Sie zusammengestellt. Jede Bauart hat dabei Vorteile und Nachteile. So muss man zum Beispiel zwischen zusätzlicher Wohnfläche im Dachgeschoss und einer optimierten Wärmeisolierung abwägen

Satteldach

Das Satteldach ist die am häufigsten verwendete Dachform und weist die typische Dreiecksform mit zwei geneigten Dachflächen auf. Je nach Dachneigung und Traufhöhe existieren verschiedene Ausführungen, wie zum Beispiel das klassische Winkeldach und das flache Satteldach mit einer Neigung von 60 bzw. 30 Grad. In Deutschland ist das Satteldach die beliebteste Dachform und weist eine Vielzahl von Vorteilen auf. Allgemein sind Satteldächer kostengünstig, witterungsbeständig und wenig anfällig gegenüber Dachschäden. Für die Deckung des Daches und die Gestaltung bestehen viele Wahlmöglichkeiten. Wir empfehlen die Verwendung von umweltfreundlichen Materialien und ökologischen Dämmstoffen.

Satteldach

Walmdach

Das Walmdach ähnelt dem Satteldach in seiner Erscheinung sehr stark, wobei die Giebelflächen jedoch abgerundet sind. Diese Dachflächen an den Giebelseiten werden auch als Walm bezeichnet und besitzen beim klassischen Walmdach die gleiche Höhe wie die Seitenflächen. Liegt die Traufe des Walms oberhalb der Traufe des Hauptdaches, spricht man von einem Krüppelwalmdach (auch Schopfwalmdach oder Halbwalmdach genannt). Auch hinsichtlich erneuerbarer Energien besitzt das Walmdach Vorteile. Ist der Walm voll ausgebildet, lassen sich auf allen vier Dachflächen Solarzellen anbringen. Durch die zusätzliche Fläche mit Photovoltaik-Modulen können dann Stromkosten und Heizkosten, sowie Warmwasserkosten reduziert werden.

Walmdach

Zeltdach

Verfügt ein Haus über vier Dachflächen, die ohne First zusammenlaufen, spricht man von einem Zeltdach. Bei einer quadratischen Grundfläche wird diese Bauweise auch als Pyramidendach bezeichnet. Zeltdächer findet man relativ selten. Die klaren Formen und Linien sorgen vor allem bei modernen Stadtvillen und Bungalows für eine ansprechende Erscheinung. Die Wirkung des Daches und der verfügbare Raum im Dachgeschoss hängen dabei stark von der gewählten Neigung ab. Bei geringer Dachneigung wird außerdem eine regensichere Unterkonstruktion notwendig. Ähnlich wie beim Walmdach, entstehen auch bei Zelt- und Pyramidendächern durch die zwei zusätzlichen Schrägflächen Vorteile beim Anbringen von Solaranlagen.

Zeltdach

Flachdach

Flachdächer sind kostengünstig und sorgen für eine moderne Erscheinung Ihres Massivhauses. Durch die geringe Außenfläche gelangt bei einem Flachdach weniger warme Luft nach außen als bei Schrägdächern. So werden Wärmeverluste reduziert und Heizkosten eingespart. Flachdächer weisen immer ein leichtes Gefälle auf, um eine Ansammlung von Regenwasser zu verhindern und einen sicheren Ablauf zu ermöglichen. Allgemein wird in Deutschland jedes Dach mit einer Neigung unter 25 Grad als Flachdach bezeichnet. Bei geringer Neigung ist eine Nutzung als Terrasse möglich. Die Ansammlung von Blättern und Schmutz macht jedoch eine regelmäßige Säuberung von Dachfläche und Abläufen notwendig.

Flachdach

Pultdach

Pultdächer kamen lange Zeit vor allem in der Industrie zur Anwendung und haben die Form eines halbierten Satteldachs bzw. eines Flachdachs mit zusätzlicher Neigung. Auch die Baukosten für ein Pultdach liegen nahe an den Kosten eines Flachdaches. Im Vergleich zu anderen Dachformen sind Pultdächer sehr kostengünstig und schnell gebaut. Wichtig ist eine ausreichende Dämmung, um Wärmeverluste gering zu halten. Ein Pultdach eignet sich weiterhin besonders gut für die Verwendung einer Solaranlage. Um eine optimale Effizienz der Anlage zu erzielen, orientiert man die Dachfläche nach Süden. So kann die intensive Sonneneinstrahlung am Nachmittag ideal ausgenutzt und viel Strom gespart werden.

Pultdach

Mansardach

Mansarddächer werden heute nur noch selten gebaut und zeichnen sich durch eine zweigeteilte Konstruktion aus. Der unter Teil eines Mansarddaches besitzt dabei eine steile Dachfläche, während der obere Teil sehr viel flacher verläuft. Ein großer Vorteil dieser Bauweise ist der zusätzlicher Platz im Dachgeschoss. Häuser mit Mansarddach verfügen oft über ein vollwertiges Stockwerk unter dem Dach, dass als Anliegerwohnung oder zusätzliches Zimmer genutzt werden kann. Die recht aufwendige Konstruktion ist mit einem recht hohen Preis verbunden und das Anbringen einer Solaranlage gestaltet sich zum Teil schwierig. Man sollte hier vor allem zwischen den Baukosten und der zusätzlichen Wohnfläche abwägen.

Mansardach