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Keller bauen

Vorgehensweise und Kosten beim Kellerbau

Ob für die Haustechnik, Freizeitgeräte, Gartenwerkzeug oder als Lagerplatz für ungenutzte Dinge: In einem Keller findet man für alles Platz. Mit der Erweiterung des vorhandenen Raums steigt gleichzeitig auch der Gesamtwert des Hauses. Zusätzliche Flexibilität und eine optimale Ausnutzung der Grundstücksfläche sind für viele Bauherren gute Gründe, einen Keller in ihren Neubau zu integrieren.

Planung des Kellers für ein Massivhaus

Noch bis vor einigen Jahren mauerte man den Keller und dichtete ihn anschließend von der Außenseite her ab. Hier spricht man von der sogenannten Schwarzen Wanne, da mit schwarzem Bitumen abgedichtet wird. In den letzten Jahren greifen Bauherren jedoch zunehmend auf die Bauweise der Weißen Wanne zurück: Hier wird der Keller aus wasserundurchlässigem Beton gefertigt. Somit entfällt ein zusätzliches Abdichten von der Außenseite.

Der Kellerbau eignet sich nur bedingt für Eigenleistungen und sollte von Profis durchgeführt werden. Nur mit hochwertiger Handwerksarbeit kann garantiert werden, dass der Keller über Jahrzehnte gut isoliert und trocken bleibt. Sollte es dennoch zu einem Riss in der Außenwand kommen, ist es nicht nötig, von außen alles neu abzudichten. Heute existieren viele spezielle Methoden, um Abdichtungen auch von innen durchführen zu können. Bei Neubauten bietet sich die Bauweise der Weißen Wanne an, die sich in kurzer Zeit errichten lässt.

Wärmedämmung

Vorteile der Massivbauweise beim Kellerbau

Weil der Keller sich unter der Erde befindet, ist ein Streifenfundament in der Regel nicht nötig. Die Massivbauweise spielt jedoch auch beim Kellerbau eine wichtige Rolle. Zunächst wird die Bodenplatte mit Beton ausgegossen und anschließend vor Sonne bzw. Regen und Feuchtigkeit geschützt. Im Regelfall braucht der Beton nur 24 Stunden zum Aushärten. Anschließend kann der eigentliche Bau des Kellers beginnen. Eine fachmännische Abdichtung von außen ist bei der Baumethode mit Bitumen (schwarze Wanne) ein Muss. Das Eindringen von Feuchtigkeit ins Hausinnere wird dadurch effektiv vermieden.

Wenn bestimmte bauliche Voraussetzungen erfüllt sind, kann man einen Kellerraum auch als Wohnraum nutzen. Die Decke muss mindestens 2.30 m hoch sein, weiterhin ist es wichtig, dass der Keller über Fenster verfügt. Auch eine ausreichende Wärmedämmung ist notwendig. Übrigens: Teilunterkellerungen werden häufig für die günstigere Baumethode gehalten, sind allerdings in der Regel nicht unbedingt günstiger als sogenannte Vollkeller, die sich komplett unter der Erde befinden.

Keller

Baukosten für einen Kellerbau

Die meisten Menschen überschätzen die Baukosten, die ein Kellerbau in Massivbauweise verursacht. Möchte man beispielsweise ein Einfamilienhaus mit einem Keller ausstatten, sollte man pro Quadratmeter mit 900 bis 1.100 Euro rechnen. Wie hoch die tatsächlichen Kosten für einen Keller in Massivbauweise ausfallen, kann jedoch nicht pauschal beantwortet werden. Hier spielen zu viele individuelle Faktoren mit, die bei jedem Haus anders gegeben sind.

Kann man einen Keller nachträglich einbauen?

Fest steht: Hat man sich einmal für einen Hausbau ohne einen Keller entschieden, so ist es nicht möglich, diesen später noch einzubauen. Wenn man mehr Fläche braucht, kann man lediglich den Dachstuhl vergrößern oder anbauen. Man sollte sich also bereits im Vorfeld überlegen, ob man einen Keller benötigt oder ob es sich um unnötige Zusatzfläche handeln würde. Erforderlich sind sowohl eine Treppe als auch eine gute Wärmedämmung. Um Fahrräder, Gartenwerkzeuge oder Möbel sicher in den Keller transportieren zu können, sollte die Treppe breit genug und nicht zu steil sein. Wer einen Ausgang vom Keller in den Garten plant, hat einen direkten Zugang und kurze Transportwege.

Baukosten